30. Welttag der Fremdenführer im Haus der Geschichte Österreich

Anlass zum Feiern: Bereits zum 30. Mal veranstaltete der Verein der geprüften Wiener Fremdenführer am 15. und 17. Februar 2019 einen „Welttag“!
Kostenlose Kurz-Führungen und Vorträge geben einer breiten Öffentlichkeit eine Kostprobe der fachlichen Kompetenz und sozialen Verantwortung staatlich geprüfter Fremdenführer („austriaguides“).
Wer Lust auf mehr bekommt, findet unter den rund 1000 in Wien tätigen austriaguides immer den richtigen Ansprechpartner! Egal ob auf einer geführten Wanderung, Radtour oder bei einem Stadtspaziergang; egal ob Kunst, Kulinarik, Alltagsleben oder Anekdotisches: austriaguides decken alle Themenbereiche ab und sind ein unverzichtbarer Bestandteil der touristischen und kulturellen Infrastruktur.

Traditionell beginnt das Welttagswochenende am Freitag mit den Veranstaltungen für blinde und sehbeeinträchtige Menschen. In Kooperation mit dem Blinden- und Sehbehinderten Verband führten 31 austriaguides 102 Personen durch das neugestaltete Dom Museum Wien. „Begreifbare“ Modelle und Tastobjekte unterstützten dabei unsere Guides bei ihren Ausführungen über die Schätze des Dom Museums.

Am Sonntag, dem 17. Februar ging der „große“ Welttag in Kooperation mit der Österreichischen Nationalbibliothek und dem neu eröffneten Haus der Geschichte Österreich über die Bühne.

120 austriaguides führten und betreuten ehrenamtlich an den Standorten Josefsplatz und Heldenplatz insgesamt 5.428 Besucherinnen und Besucher.
Im Programm dabei waren auch das Papyrusmuseum am Heldenplatz und das Österreichische Literaturmuseum. Im Globen-und Esperantomusuem fand ein umfangreiches Kinder- und Elternprogramm statt. Internationale Besucher konnten sich über Führungen durch den Prunksaal am Josefsplatz in 17 Sprachen freuen, darunter etwa auch Thailändisch, Japanisch, Chinesisch und Türkisch. Eine Außenführung am Heldenplatz widmete sich kritisch der Frage „Was ist ein Held?“ Kaum ein anderer Ort ist so offensichtlich Brennpunkt der wechselvollen und ereignisreichen Geschichte Österreichs wie der Heldenplatz.

Dass sich die austriaguides jedem Abschnitt der österreichischen Geschichte stellen können und wollen, beweist auch der thematische Schwerpunkt des heurigen Welttages: Er lag auf dem Zeitraum 1938-1955.

Das Haus der Geschichte Österreich  wurde im Herbst 2018 in der Neuen Burg am Heldenplatz eröffnet und widmet sich in der Ausstellung  „Aufbruch ins Ungewisse – Österreich nach 1918 der Wirtschafts-, Sozial-, Kultur- und politischen Geschichte Österreich vom Beginn der Ersten Republik bis zur Gegenwart.

Fremdenführern, die man leicht an ihren silber-rotweißroten Austria Guides-Abzeichen erkennt,  ist es wichtig, dass man sie nicht als „wandelnde Schirmständer“ betrachtet, die Gästen aus dem Ausland nur Klischees von Sisi, Walzer und Weinseligkeit vermitteln. „Wir haben weit mehr drauf als das“, meint Bauer. „Wir sind modern und erweitern unser Angebot ständig um ‚hippe‘ Themen! Das beweisen wir Tag für Tag und bei jedem Wetter.“